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Digitalisierung und Sozialticket

PK 31.07.2017 KD Dr. Drathen GF Pieperjohanns 2RLG-Geschäftsführer André Pieperjohanns (links) und Kreisdirektor Hochsauerlandkreis Dr. Klaus Drathen (rechts) präsentieren die neue App mobil info

Hochsauerlandkreis. Der Weg in die digitale Welt ist mehr denn je eine zentrale Herausforderung für die RLG. Immer mehr Kunden erwarten heute, dass sie Informationen online finden, egal ob auf PC, Smartphone oder Tablet. Und immer größer wird auch die Erwartung, Tickets über das Internet zu beziehen. Dieser Herausforderung stellt sich die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, betonten Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen, Hochsauerlandkreis und RLG-Geschäftsführer André Pieperjohanns in einem gemeinsamen Pressegespräch am Montag, den 31. Juli in Arnsberg.

Dabei wägt die RLG immer ab, was wünschenswert ist, und was wirtschaftlich darstellbar ist. Denn ein kommunales Un-ternehmen muss verantwortlich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen. Dies bedeutet auch, dass not-wendige Schritte der Digitalisierung im Verbund mit den Schwesterunternehmen der Nachbarregionen gegangen werden. „Wir setzen eine einheitliche Betriebssoftware für unsere Fahrplanung ein und haben Einkaufsvorteile bei der Beschaffung von Bordrechnern erzielt“, so André Pieperjohanns. Dank dieser Bordrechner könne die RLG ihren Kunden nun auch eine so genannte Echtzeitinformation anbieten. Kreisdirektor Dr. Drathen ergänzt: „Der Fahrgast erfährt über sein Smartphone, ob sein Bus pünktlich ist. Damit bietet unser Verkehrsunternehmen Informationen, die in Großstäd-ten Standard sind, nun auch für den ländlichen Raum.“

„In Hinblick auf die smartphonebasierte Echtzeitinformation ist die RLG im Regionalverkehr bundesweit führend“, betont Pieperjohanns. Darüber hinaus finden sich die aktuellen Abfahrtszeiten auch auf Anzeigetafeln an 30 Haltestellen im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest. Und auch im Internet daheim können sich Fahrgäste informieren. Zukunftsweisend ist ebenfalls die jetzt neu in den App-Stores zur Verfügung stehende mobil info App. Bei ihrer Entwicklung hat sich die RLG intensiv eingebracht. Das Ergebnis ist ein verbesserter, mobiler Service für Nahverkehrskunden und eine Vielzahl von nützlichen Informationen für die Fahrtplanung und während der Reise.

Ab sofort gibt es die kostenlose Anwendung in den App-Stores für Apple und Android.

Neben dem Thema der Digitalisierung war die erste Jahres-hälfte 2017 von der Einführung des Sozialtickets im Hoch-sauerlandkreis geprägt. „Mit diesem vergünstigten Abo bieten wir sozial schwachen Menschen echte Mobilitätschancen und damit die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, erläutert Kreisdirektor Dr. Drathen.
Die Tickets werden unter dem Namen MobiTicket von der RLG ausgegeben. Die Kunden können dabei zwischen zwei Gültigkeitsbereichen wählen: der Heimatstadt oder dem Kreisgebiet. Bereits mit der Einführung im Januar zeichnete sich eine rege Nachfrage ab, die von 681 Abonnenten stetig auf 2.148 Abonnenten im Juni 2017 anstieg. Ein Zuwachs um 215% oder 2.241 Stück.


Und der Trend zeigt weiter nach oben. André Pieperjohanns dazu: „Uns erreichen noch immer jeden Monat zahlreiche Neuanträge für ein MobiTicket.“ Die hohe Nachfrage hat jetzt dazu geführt, dass zum 1. August 2017 eine moderate Preisanpassung erforderlich wird, „da wir bei der Finanzie-rung auf Fördermittel des Landes angewiesen sind und diese im laufenden Jahr nicht erhöht werden können“, erläutert Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen. Die Preisanpassung trifft nur das Abo in der Kreisvariante. Statt bisher 30,00 Euro/pro Monat beläuft sich der Eigenanteil für den Kunden ab 1.8.2017 auf 32,50 Euro/pro Monat. „Für ein Ticket, das im gesamten Kreisgebiet genutzt werden kann, ist das noch immer ein sehr günstiger Preis“, so Dr. Drathen. Insgesamt sind die RLG und der Hochsauerlandkreis sehr zufrieden mit der bisherigen Ent-wicklung, denn viele der MobiTickets werden von Flüchtlingen und Migranten genutzt, für die Mobilität ein wichtiger Faktor ist, um in ihrem neuen Leben Fuß zu fassen.


"Umso wichtiger ist es, dass die zum 31.12.2017 auslaufen-de Landesförderung fortgesetzt wird, da das jetzige Angebot ohne diese Förderung von der RLG nicht  aufrechterhalten werden kann", resümieren übereinstimmend Pieperjohanns und Dr. Drathen.