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Die RLG testet ab Januar in Soest einen Elektrokleinbus.

Elektrokleinbus SoestGanz begeistert und gut aufgelegt präsentierten André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, Christiane Mackensen, stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Soest, Hauke Möller, Leiter Verkehrsmanagement Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH und Gunnar Wolters, Koordinierungsstelle Regionalentwicklung Kreis Soest (v.l.n.r) am 22. Dezember 2017 gemeinsam den ersten rein elektrisch betriebenen Kleinbus für den Stadtverkehr Soest.

Die RLG testet ab Januar einen Elektrokleinbus im Linienverkehr.

Soest. Es ist ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für die Stadt Soest und ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige und emissionsfreie Mobilität. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Elektrokleinbusses macht die RLG einen großen Schritt in die Zukunft.
Ganz begeistert und gut aufgelegt präsentierten die stellver-tretende Bürgermeisterin Christiane Mackensen, Gunnar Wolters, Koordinierungsstelle Regionalentwicklung Kreis So-est, und André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Regio-nalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, am 22. Dezember 2017 ge-meinsam den ersten rein elektrisch betriebenen Kleinbus für den Stadtverkehr Soest.

„Elektromobilität könnte ein zukunftsweisender Weg für den öffentlichen Nahverkehr sein und zwar nicht nur in Ballungs-gebieten“, so die Einschätzung von Christiane Mackensen. Für die stellvertretende Soester Bürgermeisterin ist die Sa-che klar. Man muss früh genug in innovative Technologien investieren, auch und gerade beim ÖPNV. „Wir benötigen Alternativen zur knappen und teuren Ressource Rohöl und müssen gleichzeitig die Minimierung von Luftschadstoffen anstreben“, stellt der Christiane Mackensen fest.  

So sieht das auch der Kreis Soest. Immerhin stellt er rund 200.000 Euro (netto) als Fördermittel für die Anschaffung des innovativen Kleinbusses zur Verfügung. Gunnar Wolters, Koordinierungsstelle Regionalentwicklung Kreis Soest, ist sich sicher: „Das Geld ist gut angelegt. Denn nur wenn wir uns heute aktiv und mutig den Herausforderungen stellen, bieten Busse und Bahnen auch morgen noch eine attraktive und umweltfreundliche Mobilität für alle Bevölkerungsgrup-pen.“

Für die RLG in Soest ist ein Bus dieser Größe, der ohne Die-sel fährt, ein Novum. Die Unterschiede zwischen Elektrobus und Dieselbus sind gewaltig. André Pieperjohanns zählt auf: „Das Fahrverhalten, die Reichweite, die Betankung, die War-tung – alles ist anders.“ 

Auf die ersten Erfahrungswerte aus dem Echtbetrieb ist Pie-perjohanns deshalb schon jetzt ganz gespannt. Vor allem interessiert den RLG-Geschäftsführer, wie Fahrpersonal und Fahrgäste auf den Elektrobus reagieren. Immerhin fährt der „Neue“ dank seines Elektromotors geräuschlos und emissi-onsfrei.

Die Firma B-style aus dem niederländischen Velddriel hat den Elektrokleinbus auf Basis eines Mercedes-Benz-Sprinters für die RLG gebaut. „Das Fahrzeug ist ein Einzel-stück. E-Busse in dieser Größenordnung gibt es nicht von der Stange“, so Pieperjohanns.“ Der RLG-Geschäftsführer befürwortet ein solches Engagement, „obwohl ein Mehrauf-wand für das Unternehmen damit verbunden ist.“ Es sei wichtig solche Projekte auf den Weg zu bringen. Andere Verkehrsunternehmen würden dadurch motiviert, ebenfalls Elektrokleinbusse zu testen. Nur so kann die Technik weiter entwickelt werden und irgendwann zur Serienreife gelangen. Denn im Gegensatz zu normalen Omnibussen, für die es bereits schon länger Elektrovarianten gibt, ist die RLG eines der wenigen Unternehmen, die eine bestehende Linie kom-plett auf den Verkehr mit E-Kleinbussen umstellt. „Von unse-ren Erfahrungen in Soest profitiert letztlich die gesamte Branche“, prophezeit Pieperjohanns. Denn der Bedarf an Kleinbussen für den Nahverkehr wird zukünftig eher zu- als abnehmen.

Der kleine Soester StadtBus bietet Platz für achtzehn Passagiere und einen Fahrer. „Mehr Fahrgästen dürfen nicht mitfahren, sonst kommen wir mit dem Gesamtgewicht nicht klar“, erklärt der RLG-Chef. Zur Ausstattung gehört ein 93  kW starker Elektromotor. Eine hochmoderne, leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterie versorgt den Elektromotor mit Ener-gie. Die Kapazität der Batterie beträgt 95 kWh. Voll aufgela-den schafft der Kleinbus damit bis zu 225 Kilometer. Wäh-rend der Fahrt wird die vorhandene Bremsenergie zurückge-führt und verbessert so den Ladezustand der Batterie. Zur „Strombetankung“ muss der neue Elektro-StadtBus über Nacht an die Steckdose.

Die RLG hat sich die Linienwege, Umläufe und Standzeiten in Soest genau angesehen und festgestellt: Auf den beiden StadtBus-Linien C8 und C3 passen die Linienlängen und die Nachfrage.  André Pieperjohanns dazu: „Wir fahren beide Linien kombiniert und erwarten keine Probleme mit der Reichweite. Auch mit dem neuen Elektrobus erreichen unse-re Fahrgäste pünktlich, zuverlässig und umweltfreundlich ihr Ziel“.

Trotz seiner Größe bietet der Kleinbus denselben Komfort wie seine großen Brüder. Ein stufenloser Einstieg sowie eine Klapprampe für Rollstühle sorgen für einen bequemen Zu-gang und die Fahrgäste können auf Einzelsitzen Platz neh-men.

Die breite Öffentlichkeit kann das Fahrzeuge erstmals am 2. Januar 2018 in Augenschein nehmen und selber mitfahren. Es wird dann im Rahmen des ganz normalen Linienverkehrs auf den StadtBus-Linien C8  Bustreff Hansaplatz − Vogeler-weg − Endloser Weg und C3 Bustreff Hansaplatz − Meiningser Weg − Deiringser Weg eingesetzt.