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RLG blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2017 zurück

RLG GeschäftsführerAndré Pieperjohanns, RLG-Geschäftsführer

Hochsauerlandkreis. Kreis Soest. Mit den Bussen der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH waren im vergangenen Jahr mehr als 11,9 Millionen Menschen unterwegs, eine Steigerung um 0,6% gegenüber dem Vorjahr.

André Pieperjohanns, RLG-Geschäftsführer, freut sich über die positive Entwicklung des kommunalen Unternehmens: „Wir sind besonders zufrieden mit der Zunahme im sogenannten „Jedermannverkehr“. Damit sind alle Fahrgäste, ausgenommen Schüler und Schwerbehinderte, gemeint. Hier konnte die RLG um deutliche 5,9% zulegen. Für den RLG-Geschäftsführer ein klares Signal dafür, dass Angebot und Ticketsortiment die Menschen im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis ansprechen.

Besonders erfolgreich war das 60plusAbo. Ende 2017 zählte die RLG 1.386 Abonnenten. Wer 60 Jahre oder älter ist, darf mit diesem Ticket allen Linien in jeweils unterschiedlich großen Teilnetzen (Stadt, Kreis, Gesamtnetz) des Verkehrsgebietes nutzen. 

Sehr gut nachgefragt war 2017 auch das SozialTicket mit 43.652 Verkäufen.  Für Anspruchsberechtigte von Sozialleistungen gibt es dieses günstige Ticket mit Gültigkeit für eine Stadt oder einen Kreis seit 2016 im Kreis Soest und neu seit 2017 auch im Hochsauerlandkreis. Die Gründe für den Erfolg beider Tickets liegen für André Pieperjohanns klar auf der Hand: „Es sind die einfache Handhabungen und der attraktive Preis.“

Bei der zweiten, wichtigen Kundengruppe, den Schülern und Auszubildenden, konnte die RLG ihr selbstgestecktes Ziel jedoch nicht erreichen. Pieperjohanns räumt ein: „Die Konsolidierung der Fahrgastzahlen ist hier leider nicht gelungen, wir verzeichnen einen Rückgang von 1,16%.“ Das sind immer noch stattliche 39.400 Schüler und Azubis, die im Mittel jeden Schultag die Busse der RLG für die Fahrt zur Schule oder zum Ausbildungsplatz nutzen. „Obwohl es an einzelnen Schulstandorten wieder ein steigendes Schüleraufkommen gibt, spüren wir den demografischen Wandel im ländlichen Bereich deutlich“ so der RLG-Geschäftsführer.  Rund 60,1% der RLG-Fahrgäste sind Schüler und Auszubildende, mithin die wichtigste Fahrgastgruppe für das Unternehmen.

Deshalb verstärkt die RLG auch ihre Kundenansprache über die sozialen Medien und das Internet. „Insbesondere junge Menschen erwarten internetbasierte Auskunfts- und Buchungssysteme und mit unserer neuen App mobil info sind wir hier auf einem guten Weg, den öffentlichen Nahverkehr modern aufzustellen“, ist André Pieperjohanns überzeugt.
   
Um den sinkenden Fahrgastzahlen im Schülerverkehr etwas entgegen zu setzten, baut die RLG ihre flexiblen Angebote, Freizeitverkehre und Sonderverkehre weiter aus: Im Winter 2017/2018 ergänzte der SkiBus Winterberg den normalen Linienverkehr. Rund 4.600 Fahrgäste nutzen das Angebot, um die Winterberger Skigebiete zu erreichen. Ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Umweltverbundes und zur Entlastung der angespannten Verkehrssituation in der Stadt Winterberg. Auch die fünf FahrradBus-Linien stehen für eine Erfolgsgeschichte. Von Ende April bis Anfang Oktober 2017 wurden 2.744 Fahrräder mit den speziellen Anhängern im Linienverkehr befördert. Nicht zuletzt zeigte die RLG 2017 bei großen regionalen Veranstaltungen wie der Hüstener Kirmes, der Briloner Kirmes, der Lippstädter Herbstwoche oder der Allerheiligenkirmes in Soest Präsenz und konnte mit zusätzlichen Angeboten punkten.

Die RLG ist insgesamt gut aufgestellt“, urteilt RLG-Geschäftsführer André Pieperjohanns, um “den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.“ Diese sieht er vor allem darin, dass bereits vorhandene, gute Angebot zu stabilisieren und dort weiter auszubauen, wo es schon heute eine hohe Nachfrage gibt. Gleichzeitig gilt es, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens im Blick zu behalten und nachhaltig zu verbessern.

Der Geschäftsbericht der RLG steht hier zum Download zur Verfügung.